Unfreiwillige Denunzianten

Nehmen wir an, dein Kollege hat etwas getan, das deinem Chef nicht gefällt. Dein Chef weiss zwar, dass du es nicht warst, er ahnt jedoch, dass du weisst, wer es war. Er könnte dich nun nach Namen fragen. Aber, du bist ja kein Denunziant. Folglich geht er anders vor: er beschuldigt dich und bringt dich in Bedrängnis. Die erste Reaktion von dir ist eine Verteidigung. Er bohrt nach und drückt stärker. Du sagst ihm, was du weisst… und schon bist du ein Denunziant geworden.Venedig.png

Was wäre richtig gewesen? Sag doch einfach „nein, ich habe damit nichts zu tun und habe davon auch nichts mitbekommen“ oder einfach „Danke für dein Feedback“.

In unserem Unternehmen werden gerade die Mitarbeiter gegeneinander aufgebracht und jeder denunziert seinen Nächsten. Übel, übel.

Direkte Demokratie

Na, das nenne ich `mal Volkswille in der Schweiz. Freiwillige Zensur des Internets und weiter den Banken erlauben Buchgeld zu erzeugen, um es dann für hohe Zinsen zu verleihen. Der einarmige Bandit freut sich.

Super gemacht! … und es geht noch mehr, wartet es nur ab.

Missbrauch der Arbeitssicherheit

Nun kann es aber vorkommen, dass unliebsame Mitarbeiter schwierig aus dem Unternehmen zu entlassen sind. Durch vielfältige Verkomplizierungen derSpy-vs-Spy.jpgArbeitssicherheitsvorschriften bei gleichzeitigem Leistungsdruck bewirkt der Arbeitgeber, dass irgendwann jeder einen Fehler macht. Setzt man parallel ein Spitzel- und Denunziationssystem ein, lassen sich solche Kollegen „beschatten“ und Verstösse umgehend dokumentieren. Wahrscheinlich wird auch ein Arbeitsrichter sich überzeugen lassen, dass der unsichere Mitarbeiter nur zu seinem Schutz entlassen werden musste.

Eine Idee

Erkläre dem Chef einmal deine neue Idee. Er versteht sie und sagt dir, wie einfach das doch sei. Das bedeutet aber nicht, dass er von selbst darauf gekommen wäre. Es heisst nur, dass er die Idee verstanden hat. Umso besser, wenn er dann Gelder für die Umsetzung beschafft… auch, wenn er dabei vor seinen Chefs mit deiner Idee glänzt, ohne die Quelle zu nennen.